THANATOPRAXIE UND OFFENE AUFBAHRUNG
Die thanatopraktische Verstorbenenversorgung ist eine hoch spezialisierte Tätigkeit weit über die hygienische Totenversorgung hinaus, die neben theoretischen Kenntnissen und praktischer Erfahrung ebenso besondere Räumlichkeiten und Instrumente erfordert.
Als Meisterbetrieb des Bestattungsgewerbes, mit Spezialisierung auf die fachgerechte Versorgung Verstorbener, sowie Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen biete ich eine fachlich fundierte Unterstützung für Bestatter, öffentliche Einrichtungen und Institutionen.
Eine thanatopraktische Versorgung kann die Voraussetzungen für eine offene und ästhetische Aufbahrung schaffen. Sie ermöglicht Angehörigen, sich in Ruhe und in einem persönlichen Rahmen von einem verstorbenen Menschen zu verabschieden.
Gerade bei Veränderungen des Körpers nach Krankheit, Unfall oder längerer Liegezeit kann die professionelle Versorgung dazu beitragen, ein möglichst natürliches Erscheinungsbild wiederherzustellen.
Ich stehe als fachkundige Ansprechpartnerin zur Verfügung und arbeite eng mit erfahrenen Partnern auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene zusammen. Diese Kooperationen ermöglicht es mir, höchste Qualitätsstandards sicherzustellen und individuelle Lösungen anzubieten. Von der Auslandsüberführung bis hin zur Tatortreinigung.
Ziel vom Institut für Thanatopraxie & Bestattung ist eine partnerschaftliche Zusammenarbeit Hand in Hand mit Bestattungsinstituten und den Angehörigen.
Offene Aufbahrung – auch in schwierigen Fällen
Die thanatopraktische Versorgung umfasst alle Tätigkeiten, die für eine ästhetische Aufbahrung notwendig sind. Dazu gehören neben den reinigenden und desinfizierenden auch konservierende Maßnahmen sowie eine kosmetische Behandlung. Ziel einer thanatopraktischen Versorgung ist der kurzfristige Erhalt des Körpers.
Grundsätzlich sollte die thanatopraktische Versorgung und die offene Aufbahrung natürlich immer in Betracht gezogen werden. Insbesondere bietet sich eine Behandlung an, wenn beim Verstorbenen Veränderungen der Hautfarbe (etwa durch Lebererkrankungen oder Hämatome) vorliegen, auszehrende Krankheiten wie Krebs oder chronische Infekte zum Tod führten und ebenfalls bei betagten Menschen, die eine sehr dünne „Pergamenthaut“ haben, die sehr schnell austrocknet und sich entsprechend optisch stark verändert. Auch bei Madenbefall und schwerer Zersetzung gibt es in vielen Fällen Wege, eine würdige, offene Begegnung zu ermöglichen.
Einen eigenen Bereich bildet die rekonstruierende, das heißt wiederherstellende, Thanatopraxie. Besonders bei Unfallopfern nach schweren Unglücksfällen und Gewalteinwirkungen sowie nach längerer Liegezeit ist den Angehörigen ohne vorausgehende thanatopraktische Versorgung weder zu empfehlen noch zuzumuten.
Dies gilt genauso nach gerichtsmedizinischen Untersuchungen und in Fällen, wenn sich die postmortale Zersetzung bereits in einem fortgeschrittenen Stadium befindet. Die für Hinterbliebenen psychologisch wichtigen Partien - Gesicht und Hände – können so wiederhergestellt werden, dass auch schwerste Schäden auf ein sehr geringes optisches Maß reduziert werden: In der Praxis geschieht dies oftmals anhand einer Fotografie, die den Verstorbenen zeigt und dem Thanatopraktiker als Vorlage dient.
Selbstverständlich kann es nicht das Ziel sein, das Äußere besser als zu Lebzeiten erscheinen zu lassen. Drastische Folgen werden nur insofern abgemildert, dass für die Angehörigen ein pietätvoller Abschied ermöglicht wird.
ÜBERFÜHRUNGEN UND BESONDERE BESTATTUNGSFORMEN
Bei internationalen Überführungen kann eine thanatopraktische Versorgung aufgrund der Bestimmungen des Ziellandes oder der jeweiligen Transportvorschriften erforderlich sein. Auch wenn Angehörige und Freunde nicht unmittelbar anreisen können, kann eine thanatopraktische Versorgung eine längere Zeitspanne zwischen Tod und Abschiednahme ermöglichen. Bei einer Beisetzung im Mausoleum ist eine Einbalsamierung in der Regel erforderlich.
Qualitäts- und Hygienestandards
Die Versorgung und Behandlung Verstorbener erfolgt unter Beachtung der einschlägigen infektionshygienischen, arbeitsschutzrechtlichen und bestattungsrechtlichen Anforderungen.
Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen werden fachgerecht und entsprechend dem jeweiligen Infektionsrisiko durchgeführt.
Bei besonderen Infektionsgefährdungen werden die Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes, der Biostoffverordnung sowie die fachlichen Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI) berücksichtigt.
Die Bestattungsdienstleistungen orientieren sich zudem an den Anforderungen der DIN EN 15017.
SOPHIE DEICHERT - MADEMOISELLE SCHØNTOD
• Bestattermeisterin
• Thanatopraktikerin
• Prüfungsausschuss - HWK Unterfranken
• Dozentin - Theo-Remmertz-Akademie
• Spezialisierung auf die Rekonstruktion des Körpers um eine Abschiednahme in nahezu jedem Fall zu Ermöglichen
Standort Berlin
Der Tod ist für mich kein Ende, sondern ein Moment der Würde. Jeder Mensch verdient eine respektvolle, fachlich sorgfältige und bewusst gestaltete Abschiednahme.

